Verpackungslogistik: Aufgaben und Ziele


In Zeiten von Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit kommt der Verpackungslogistik eine immer größere Rolle zu. Insbesondere bei Einsparpotenzial, Wirtschaftlichkeit und Schonung der Umwelt bietet sie Möglichkeiten, die Unternehmen zu ihrem Vorteil nutzen sollten. Aufgaben und Ziele sowie Aspekte der Nachhaltigkeit beim Thema Verpackungslogistik – IGEPA fasst das Wichtigste zusammen.

Verpackungslogistik: Was ist das überhaupt?


Die Verpackungslogistik  ist ein Teilgebiet der Logistik und fungiert als Bindeglied zwischen Produktion und Distribution. Sie betrifft sämtliche Prozesse rund ums Kommissionieren, Kontrollieren, Verpacken, Vorbereiten des Versands und Transportieren.

Eine Bandbreite an Prozessen, die enormes Einsparpotential bietet – sei es bei der Optimierung von grundsätzlichen Strukturen oder bei Details. Insbesondere durch das Outsourcen dieses Arbeitsfelds können Unternehmen wirtschaftlicher arbeiten. Sprechen Sie uns gern auf dieses Thema an, die Experten von IGEPA helfen Ihnen weiter!  


Welche Aufgaben hat die Verpackungslogistik?


Verpackungslogistik befasst sich mit mehreren Aufgabenfeldern. Dazu gehören:

  • Packen und Verpacken
  • Verpackungsprozess organisieren
  • Verpackungsprozess steuern
  • Verpackungsprozess optimieren


In den verschiedenen Bereichen ergeben sich Chancen, um vorhandenes Einsparpotenzial auszuschöpfen. Unter anderem hier bieten sich Ansatzpunkte bei:

  • der Art des Verpackens
  • den Strukturkosten
  • den Prozesskosten


Die Verpackungslogistik koordiniert die Interessen von Lager- und Transportlogistik. Sie muss aber daneben mit dem Verpackungshersteller selbst optimale Lösungen für den jeweiligen Bedarf entwickeln und umsetzen. Es besteht eine Reihe von Optimierungsmöglichkeiten, die von der Produktion über den Endverbraucher bis zur Entsorgung der Verpackung reicht.

Der Verpackungsprozess ist besonders im Fokus, wenn es um die Einsparung von Kosten geht. Hier sind möglichst geringe Zeiten für das Ein- und Auspacken anzustreben. Auch Verpackungsarten, die den vorhanden Raum optimal ausnutzen, erhöhen durch geringere Lagerkosten die Wirtschaftlichkeit.


Welche Arten der Verpackung gibt es?


Ein Verpackungssystem beinhaltet zunächst verschiedene Ebenen des Verpackens. Jede davon hat ihre eigenen Funktionen und Schwerpunkte (etwa Lagerung und Transport). Damit die Ebenen sowohl für sich als auch untereinander optimal funktionieren, sind unterschiedliche Verpackungsarten im Einsatz. Zu diesen gehören:

  • Primärverpackung: Verpackung direkt um das Produkt, die der Endkunde öffnet.
  • Sekundärverpackung: Verpackung mit mehreren Primärverpackungen.
  • Tertiärverpackung: Verpackung mit mehreren Primär- und/oder Sekundärverpackungen, angeordnet auf einer Palette oder in einem Container.
  • Gruppenverpackung: Verpackung zum Schutz oder zur Präsentation von mehreren Primärverpackungen.
  • Transportverpackung/Industrieverpackung: Verpackung zur Bearbeitung, Lagerung und für den Transport mehrerer Primärverpackungen. Sie soll für eine effiziente Produktion, Distribution und Lagerung sorgen. Außerdem schützt sie vor Schäden beim Transport und durch falsche Handhabung.
  • Gebrauchte Verpackung: Material, das nach dem Auspacken des Produkts übrig bleibt.

Welche Ziele hat die Verpackungslogistik?


Die Verpackungslogistik dient neben der Lager- und Transportlogistik als Bindeglied zwischen Produktion und Distribution. Zu ihren Zielen gehören:

  • Interessen von Transport- und Lagerlogistik koordinieren
  • Sammeln und Zugänglichmachen von qualifizierten Informationen über die innerbetrieblichen Abläufe  
  • Verringern der Packzeiten, unter anderem durch Auswahl der geeigneten Verpackung
  • Vermeidung von Stillstandzeiten
  • Optimierung des Materialflusses
  • Verringerung der Durchlaufzeiten


Allesamt Ziele, die der Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens dienen: Eine optimierte Verpackungslogistik senkt die Pack-, Personal-, Raum-, Material- und Transportkosten


Nachhaltigkeit in der Verpackungslogistik


Ein weiteres Ziel der Verpackungslogistik ist die Verbesserung der Umweltbilanz. Das Thema Nachhaltigkeit steht mittlerweile auch in der Logistik ganz oben auf der Agenda. Ob Mehrkomponentenverpackungen, Luft in Paketen oder Plastik im Meer: Die Herausforderungen sind vielfältig und umfassend.

Ein anspruchsvolles Feld, auf dem die Verpackungslogistik entscheidende Beiträge zu leisten vermag. Zu ihnen gehören:

  • weniger CO²-Ausstoß durch platzsparende Nutzung des Transportvolumens
  • weniger Verpackungsmüll
  • niedrigere Entsorgungskosten


Um das zu erreichen, müssen Verpackungen so umweltfreundlich und recycelbar wie möglich werden. Eine Variante ist die Nutzung von Mehrweg-Lösungen.

Dabei muss die entsprechende Mehrwegverpackung gemäß den Anforderungen an Abmessungen, Lasten, Kennzeichnungen, intelligente Ladungsträger und Sonderlösungen optimiert werden. Darüber hinaus braucht es eine Analyse des gesamten Prozesses bestehend aus Lieferketten, Umlaufzeiten, Reinigung und Transport sowie Leergut-Management.

Weitere Ansätze finden sich in der Entwicklung neuer Lösungen bei Recycling und Upcycling der Materialien. Eine Verbesserung der Umweltbilanz: Die Verpackungslogistik gewinnt hier weiter an Bedeutung und kann zum Vorreiter vielversprechender Konzepte werden.