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Hadern-Papier

Überwiegend aus Textilabfällen (Baumwolle, Leinen, Hanf) hergestellte Papiere. Für sehr beständige, wertvolle, langlebige Dokumente, Banknoten, Urkunden. Bis zum 18. Jahrhundert waren Hadern (Lumpen) der einzige Rohstoff für die Papierherstellung.


Haftklebe-Papier

Mit aktivem Klebstoff ein- und beidseitig beschichtetes Papier. Zur Verhinderung vorzeitigen Klebens ist es mit klebstoffabweisender (z.B. siliconisiertem) Papier/Folie abgedeckt. Hauptverwendungszweck: Etiketten.


Halb-Karton

Kartonbezeichnung für den Gewichtsbereich zwischen 130 und 170 g/qm.


Halbstoff

Das aus den Rohstoffen (Holz, Stroh, Hadern) gewonnene Fasermaterial (Zellstoff, Holzschliff), das zusammen mit Hilfsstoffen und Wasser den sog. Ganzstoff der Papierproduktion bildet.


Hammerschlag-Prägung

Nachträgliche Prägung des Papiers oder Kartons mit einem Hammerschlag-Effekt. Für Briefbogen, Visitenkarten u.ä.


Hand-Pappe

500 - 5000 g/qm schwere Vollpappe, die durch Aufwickeln nasser Papierlagen auf eine Formatwalze hergestellt wird. Nach Erreichen der gewünschten Stärke wird sie "von Hand" aus der Wickelmaschine genommen.


Handdurchschreibe-Papier

Papier mit (meist blauer) Farbschicht, das die Farbe durch mechanischen Druck (z.B. durch Kugelschreiber) an eine Unterlage abgibt.


Handschöpfung

Diese Methode wurde seit der Erfindung des Papiermachens (ca. 60 v. Chr.) bis zur Entwicklung der Papiermaschine (1799/Louis Robert) angewandt. Mit Hilfe eines siebbespannten Schöpfrahmens schöpfte der Papiermacher aus der "Bütte" den dünnen, wässrigen Papierbrei. Heute wird noch in Museen und von künstlerischen Papiermachern Papier handgeschöpft.


Hart-Pappe

Mit Füllstoffen und Bindemittel gearbeitete Pappe, die stark verdichtet, hart, biegefest und wasserfest ist. Z.B. für Koffer-, Schuh-, Briefordner-, Karosseriepappe.


Hartpost-Papier

Meist unter Zusatz von Strohzellstoff klanghart gearbeitetes Schreibmaschinenpapier mit guter Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Verletzung beim Beschreiben und Radieren. Mit u. ohne Wasserzeichen.


Heissklebe-Papier

Etikettenpapier, dessen Kunstharzschicht erst durch Erwärmen klebrig wird und nach dem Erkalten gut haftet.


Heißsiegel-Papier

Ähnlich dem Heißklebepapier gearbeitetes Papier. Es wird durch Wärme und Pressdruck mit dem zu beklebenden Material "versiegelt".


Hilfsstoffe

Eine große Zahl von organischen und mineralischen Zusatzstoffen (z.B. Leim, Tonerde, Paraffine, Kustharze) und Füllstoffen (z.B. Kaolin, Kreide) sowie Farbstoffen. Sie sind notwendig, jedem Papier die gewünschten Eigenschaften zu geben.


Hochformat

Form eines Blattes mit kurzer Breite (zuerst genannt) und langer Höhe (zuletzt genannt). Z.B. 21 x 29,7 cm = DIN A4 Hochformat.


Hochglanz-Papier

Wenn die Papieroberfläche durch nachträgliches Auftragen von Streichmasse verbessert wurde, kann sie durch Glätten im Kalander bis hochglänzend "satiniert" werden. Auch durch spezielle Kontakt-Trockung mit einem Hochglanzzylinder kann gussgestrichenes Papier ohne Satinage hochglänzend gefertigt werden.


Holländer

Im 17. Jahrhundert von den Holländern entwickeltes trogförmiges Mahlwerk mit festen Grundmessern und sich drehender Messerwalze. Zum Aufbereiten (Zerquetschen, Zerschneiden) der Fasern für Papier. Die Fasern werden je nach Einstellung der Messer unterschiedlich gemahlen: Je nach Verwendungszweck in "rösche Mahlung" oder "schmierige Mahlung"; in kurz oder lang. Dies ist entscheidend für den Charakter des Papiers.


Holz

Erst 1843 wurde Holz als Rohstoff für die Papierherstellung entdeckt. In der Bundesrepublik wächst mehr Holz nach als eingeschlagen wird. Die Verwendung des Durchforstungsholzes dient der Waldpflege. Nadelhölzer sind wegen ihrer längeren Faserstruktur besonders geeignet. Die kürzeren Fasern von Laubholz werden für grafische Papiere beigemischt.


Holzfreies-Papier

Als holzfrei wird Papier bezeichnet, das aus gebleichtem oder ungebleichtem Zellstoff hergestellt wurde und in dem höchstens 5% verholzte Fasern (Holzschliff) enthalten sein dürfen. Dieser Zellstoff ist ein auf chemischem Weg erzeugter Faserstoff aus Holz. Herstellungsmethoden: Sulfat/Sulfit.


Holzhaltiges-Papier

Als holzhaltig wird Papier bezeichnet, das zu mehr als 5% aus Holzschliff hergestellt wurde, der auf mechanische Weise erzeugt wird. Es wird je nach Holzschliffanteil als holzhaltig, mittelfein, aufgebessert mittelfein, fein holzhaltig, fast holzfrei bezeichnet.


Holzmaser-Papier

Mit Holzmaserstruktur geprägtes oder entsprechend farbig bedrucktes Papier. Es kann sogar mit dünnem Echtfurnier kaschiert sein.


Holzschliff

Durch starkes Pressen der Holzstämme auf einen rotierenden Schleifstein entstehen Holzfasern. Sie enthalten bei einer nahezu 100%-igen Rohstoff-Ausbeute auch alle vergilbenden Bestandteile (Lignin) und haben geringere Festigkeitswerte als Zellstoff.


Holzstoff

Oberbegriff für Faserstoffe, die ganz oder fast ausschließlich auf mechanische Weise hergestellt werden (Holzschliff).


Hydrofix

Spezielles, kochfestes, farbfestes, laugenbeständiges Papier. Für die Auszeichnung von Textilien bei der chemischen Reinigung.


Hygiene-Papier

Große Gruppe der in Haushalt, Industrie und Gesundheitswesen weit verbreiteten Artikel zur einmaligen Verwendung (Toilettenpapier, Taschen- und Reinigungstücher, Krankenhauswäsche usw.).