Lexikon

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M

N

O

P

Q

R

S

T

U

V

W

X

Y

Z

Samt-Papier

Einseitig mit Woll- oder synthetischen Fasern beflocktes Ausstattungspapier. Z.B. für Geschenkkartonagen.


Sand-Papier

Mit Glas- oder Sandkörnchen beschichtetes, zähes Papier. Zum Abschleifen von Holzteilen.


Satinage

Aus dem französischen Wortschatz stammende Fachbezeichnung für glatte/glänzende Oberfläche.


Satinierte-Papiere

Das maschinenglatte (=raue) Papier kann in besonderen Glättwerken (Kalandern) nachträglich unterschiedlich stark geglättet (satiniert) werden. Je nach Anforderung kann Papier einseitig oder beidseitig satiniert oder scharf satiniert sein.


Sauerstoffbleiche

Als Ersatz für Chlor können Sauerstoff oder Sauerstoffverbindungen eingesetzt werden. Eine Bleichung mit Wasserstoffperoxid ist der z.Zt. umweltschonendste Bleichprozess, denn es zerfällt in Wasser- und Sauerstoff.


Saugfähigkeit

Die messbare Fähigkeit bestimmter Papiersorten, Flüssigkeit in sich aufzunehmen (Saughöhe in 10 min.). Z.B. Lösch-, Reagenz-, Filtrierpapiere.


Saugpost

Voluminöses, saugfähiges Papier für das (früher verbreitete) Abzugsverfahren mit Schablonenvervielfältigern und Schablonendruckern neuerer Generation.


Sc-Papier

SC steht für supercalandered. Es handelt sich um ein satiniertes, mit Füllstoffen versehenes, holzhaltiges Naturpapier. Für Zeitschriften im Rotationsdruck.


Sc/sc-Cb-Typ

Bei dem SC-Blatt ist die Oberfläche mit einem Strich von Nehmerschicht und Geberschicht (Mikrokapseln) beschichtet. Bei dem SC CB-Typ ist die Rückseite zusätzlich mit Mikrokapseln versehen (SD-Papiere).


Schablonendruck

Vervielfältigungsverfahren, bei dem die Druckfarbe an den zu druckenden Stellen durch eine (Wachs-) Schablone auf das saugfähige Papier übertragen wird (Abzug-Papier).


Scheuerfestigkeit

Messbare, aber nicht mit absoluter Sicherheit steuerbare Abriebfestigkeit (der Druckfarbe) beim gegeneinander "Scheuern" von nicht lackierten Drucksachen. Mattgestrichene Papier-Sorten sind nicht so scheuerfest wie glänzende.


Schießscheiben-Karton

Maschinenglatter Karton. Aus kurzfaserigem Rohstoff gefertigt, damit der Treffer keine ausgefransten Ränder (Schussloch) verursacht.


Schmalbahn

Der Begriff "Schmalbahn" sagt, dass ein Formatpapier "schmalseitig" aus der Rolle geschnitten wurde, z.B. das Format 61 x 86 cm aus einer 61 cm breiten Rolle (Bahnbreite und Laufrichtung).


Schnellhefter-Karton

Meist holzhaltiger, geklebter, möglichst widerstandsfähiger Aktendeckelkarton. Zur Fertigung von Schnellheftern, Jurismappen, Hängemappen u.ä.


Schnittmuster-Papier

Dünnes Seidenpapier, dass so reißfest ist, dass sich das aufgedruckte Schnittmuster mit einem gezahnten Rädchen auf den Stoff übertragen lässt.


Schreib-Leinen

Nicht mehr sehr gebräuchlicher Bedruckstoff. Z.B. für Ausweise aus beschichtetem und stark satiniertem Gewebe.


Schreib-Papier

In der Regel satiniertes, tintenfestes Papier in unterschiedlichen Qualitäten. Vom einfachen, mittelfeinen Schreib (für Formulare) bis zum hochwertigen Bücherschreib. Für Journale und Dokumente.


Schreibmaschinen-Papier

Eine Gruppe vornehmlich holzfreier, weißer und zartgetönter, radierfester, matter Papiere (60 - 90 g/qm). Für die Beschriftung mit der Schreibmaschine. Die besseren Qualitäten werden gern mit dem Wortteil "-post" (wie z.B. Hartpost oder Bankpost) versehen.


Schrenz-Papier

Aus unsortiertem Altpapier hergestelltes, einfachstes Packpapier. Für Herstellung billiger Verpackungs-Tüten (Obst) und als Ausgangsstoff für Wellpappe.


Schuhpappe

Feste und biegsame Hartpappen aus holz- und füllstofffreien Altpapierstoffen. Für Brandsohlen, Kappen und Gelenke in billigem Schuhwerk.


Schulbuch-Papier

Leicht holzhaltiges bis holzfreies, mattgestrichenes Papier in lesefreundlicher Färbung. Zur Herstellung von Schulbüchern mit farbigen Bildteilen.


Schulschreib

Holzfreies, scharf maschinenglattes Schreibpapier. Für die Herstellung von "tintenfesten" Schulheften.


Schuppentauen

Früher häufig zum Einbinden von Schulbüchern und -heften verwendetes zähes, farbiges Packpapier mit charakteristischer Schuppenmarkierung.


Schwerentflammbares-Papier

Wird unter Zugabe von anorganischen Stoffen hergestellt. In der Regel auch mit chemischen Mitteln imprägniert, die bei Hitze unbrennbare Gase abspalten. So wird dem zur Verbrennung des Papieres notwendigen Sauerstoff kein "Zutritt" gelassen.


Schöndruck

Widerdruck.


Schönseite

Aufgrund ständig verbesserter Fertigungsmethoden haben die meisten Papiere eine kaum noch feststellbare Zweiseitigkeit. Die hellere, geschlossenere Filzseite wird als Schönseite bezeichnet.


Schöpfen-Von-Papier

Die ursprünglichste Art der Papierherstellung. Dabei wird Bogen für Bogen von Hand mit einem bronzedrahtbespannten Rahmen aus einem Bottich mit verdünntem "Faserbrei" geschöpft.


Sd-Papier

Gruppe der selbstdurchschreibenden Papiere, die Anfang der 50er Jahre in Amerika entwickelt wurden. Sie ermöglichen die Durchschrift ohne Kohlepapier. Von den unterschiedlichen Technologien hat das chemische Reaktionspapier die größte Verbreitung. In Mikrokapseln eingebettete Farbstoffe werden durch Druck zerstört und bewirken auf einer chemisch behandelten "Nehmerschicht" eine farbige Reaktion. Dabei heißt: CB = coated backside (Oberblatt) CF = coated frontside (Unterblatt) CFB = coated front- and backside (Mittelblatt). Die Igepa führt in dieser Kategorie exclusiv die Marke "ZANDERS autocopy".


Secare-Rollen

Verpackungspapiere in Rollenform, die von ihrer Breite und dem Rollendurchmesser auf Abroll-/Abreißapparate zugeschnitten sind.


Seiden-Papier

Dünnes, weiches Packpapier (8 - 25 g/qm) in mehreren Spezialqualitäten (z.B. Flaschen-, Blumen-, Dekorationsseiden). Auch chlor- und säurefrei zum Einwickeln von Gegenständen aus Edelmetall.


Seitenleser-Papier

Genormtes Belegleserpapier. Zur Verarbeitung in elektronischen Seitenlesegeräten.


Selbstklebe-Papier/-Folien

Mehrschichtig sind diese meist wie folgt aufgebaut: Eine obere Schicht aus dem bedruck- bzw. beschreibbaren Papier, eine mittlere aus Klebstoff und eine untere (Abdeckpapier). Diese schützt den Klebstoff vor Austrocknung und Schmutz (Haftklebe-Papier).


Siebseite

Die bei der Blattbildung dem Sieb zugewandte Seite (Gegensatz: Filzseite/Schönseite).


Silicon-Papier

Durch Beschichten mit Silicon werden Papieroberflächen "abweisend" gegen viele Stoffe gemacht. Ankleben von Leim, Kleister oder anderen klebrigen Stoffen wird verhindert. Für Abdeckpapiere von selbstklebenden Papieren, Folien, Etiketten.


Spielkarten-Karton

Hochwertiger, mit dunklem Klebstoff unbedingt spaltfest geklebter, undurchsichtiger, zäher, klangharter, lackierfähig gestrichener Karton. Teilweise auch mit dunkler Einlage.


Steindruck-Papier

Heute nur noch selten verlangtes Offsetpapier. Für die Verwendung beim Steindruck von z.B. Landkarten.


Sterilisations-Papier

Chemisch neutrales Zellstoffpapier. Zum Verpacken von sterilen Artikeln im Gesundheitswesen (z.B. Verbandspäckchen).


Stetigschleifer

Schleifmaschine, die mit einem schweren, walzenförmigen Schleifstein etwa 1 m lange Holzstämme mechanisch zerfasert. Sie wird durch ein Kettengetriebe stetig mit geschälten Rundhölzern beschickt.


Stoff

Allgemein üblicher Fachausdruck für Faser(-roh)-stoff, der zur Papierherstellung eingesetzt wird.


Stoffauflauf

Ein wichtiger Teil der Papiermaschine. Er führt die jeweils richtige Faserstoffmenge für die definierte Papierstärke dem Endlossieb in ganzer Maschinenbreite gleichmäßig zu.


Stoffklassen

Stoffklassen sind nach verschiedenen Kriterien (z.B. Faserstoffzusammensetzung, Verwendungszweck und Eigenschaften) geschaffen und in einer Reihe von Normen festgelegt. So kann eine qualitative Zuordnung der unterschiedlichen Papiere vorgenommen werden.


Stoffleimung

Zusatz von verseiften Harzen (z.B. Kolophonium) schon in der Vorratsbütte der Papiermaschine. So erfolgt eine Leimung im Papier.


Straffentauen

Auch Aufzugtauen genannt. Holzfreies, knotenfreies, scharf satiniertes Papier, meist gelblich eingefärbt. Für das niveaugerechte Unterlegen der Druckformen im Buchdruckverfahren.


Streich-Rohpapier

Holzhaltiges, häufiger holzfreies Papier. Als Träger der pigmentierten Streichfarbe (des Striches) bei Bilderdruck-/Kunstdruckpapier weist es hohe Qualität hinsichtlich Festigkeit, Gleichmäßigkeit, Reinheit, Maßhaltigkeit, Opazität und Weiße auf.


Streichverfahren

Das Auftragen des Striches auf das Streich-Rohpapier erfolgt auf verschiedene Weisen. Die gebräuchlichsten: Rakelstrich, Walzenstrich, Bürstenstrich, Luftbürsten-/Luftdüsenstrich, Gussstrich.


Streifenleser-Papier

Zur Gruppe der Belegleserpapiere gehöriges Papier. Zum elektronischen Lesen der Daten auf Endlosstreifen muss es von festgelegter Qualität (z.B. Reißlänge, Luftdurchlässigkeit, Abriebfestigkeit) sein.


Stroh-Pappe

Aus Strohstoff-Fasern hergestellte, billige und wenig widerstandsfähige Pappe. Für Rückwände, Unterlagen, Kartonagen.


Stülpdeckel-Kartons

Meist als Faltschachtel lieferbare, zweiteilige Verpackungskartons. In ihr Bodenteil kann das Füllgut (z.B. 1.000 Blatt Papier DIN A4) lose aber dennoch passgenau eingelegt werden.


Sulfat-Karton

Hochwertiger, aus Sulfatzellstoff gefertigter, gut zu verarbeitender Karton (Druck, Rillen, Falzen). Auch mit Strich und Prägung lieferbar. Z.B. Für Glückwunsch-/Bildpostkarten, Buchumschläge und Prospektmappen.


Sulfat-Papier

Aus mindestens 90% Sulfatzellstoff hergestelltes Papier mit hohen Festigkeitswerten, oft auch als Kraftpapier bezeichnet.


Sulfat-Zellstoff

Zellstoff, der durch Kochen von Holzschnitzeln in einer alkalischen Schwefelsalzlösung entsteht; dieses Verfahren ist in der Bundesrepublik nicht erlaubt.


Sulfit-Zellstoff

Entsteht durch verschiedene saure Verfahren (z.B. mit Schwefelsäure). In der Bundesrepublik angewendete Technik. Bislang (1993) werden weltweit nur ca. 12 - 15% des Zellstoffes nach einem Sulfit-Verfahren hergestellt. Sulfit-Zellstoff hat weichere, kürzere Fasern als Sulfat-Zellstoff. Er wird überwiegend aus Nadelhölzern (Fichte, Tanne) und einigen Laubhölzern (Buche) gewonnen.


Synthetisches-Papier

Wird entweder aus Kunststoff-Fasern (z.B. Polyamid, Polyester) auf konventionellen Papiermaschinen gefertigt oder auf der Basis von Kunststoff-Folien extrudiert (Schmelzverfahren). Ein "künstliches" Papier mit hervorragenden physikalischen Eigenschaften (Zähigkeit, Widerstandsfähigkeit gegen Wasser und Gase, Falzbarkeit, Langlebigkeit). Durch beigemischte natürliche Fasern und Oberflächenveredelung (z.B. Strich) kann es auch für alle Druckverfahren geeignet produziert werden.