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Radierfestigkeit

Vorwiegend bei Schreib- und Zeichenpapieren erforderliche Papiereigenschaft. Sie wird durch Zusatz von Harzen und Leimen in die Papier-Stoffmasse erzielt.


Rakelstrich

Veredelung der Papieroberfläche durch Streichmasse, wobei ein Rakelmesser die Strichmenge dosiert und egalisiert. 1: Papierbahn ungestrichen 2: Gummiummantelter Zylinder 3: Streichstrumpf 4: Auftragswalze für Streichfarbe 5: Rakelmesser 6: Papierbahn, einseitig gestrichen


Randwelligkeit

Entsteht bei Papier und Karton, wenn im Raum eine höhere Feuchte ist als im Papier-/Kartonstapel. Die Außenseiten des Stapels nehmen aus der Raumluft Feuchtigkeit auf, das Papier wird an den Kanten länger, in der Mitte bleibt es jedoch unverändert.


Raster

Um bei Druck von Abbildungen auch Halbtöne wiedergeben zu können, muss die Vorlage in regelmäßig geordnete Punkte, Linien oder Flächen umgesetzt werden. Dies geschieht mit Hilfe einer Repro-Kamera oder elektronisch im Scanner. Die Anzahl der Rasterlinien auf einen cm wird Rasterweite genannt. Die unterschiedlich großen Bildpunkte lassen nach dem Druck durch das Zusammenwirken mit dem Papier-Weiß dem Betrachter das Bild mit den Tonwerten der Vorlage erscheinen. Neue Rastertechniken (Cristal Raster/Diamond Screening/Mezzodot) ermöglichen bei wesentlich mehr und teilweise gleichgroßen Bildpunkten fotografische Kornstrukturen.


Raumklima

Physikalischer Zustand der Luft in Lager- und Verarbeitungsräumen. Die Wasserdampfmenge hängt von der Lufttemperatur ab. Zur optimalen Verarbeitung von Papier ist ein ausgewogenes Klima (20°-22°C und 50-55% rel. Luftfeuchtigkeit) wünschenswert.


Rautiertes-Papier

Schreibpapier, auf dem Längs- und Querlinien so aufgedruckt sind, dass sich hochstehende Rechtecke (Rauten) ergeben.


Reagenz-Papier

Gruppe saugfähiger Papiere, die mit bestimmten Chemikalien imprägniert sind. In Kontakt mit den zu prüfenden Flüssigkeiten, Gasen oder Dämpfen werden durch Farbreaktion Rückschlüsse auf chemisch/physikalische Zustände ermöglicht.


Reaktions-Papier

Oberflächig oder im Stoff präpariertes Papier für das Durchschreiben ohne Kohlepapier.


Recycling-Karton

Ein ungestrichener, oberflächengeleimter Karton mit bis zu 100% Altpapieranteil. Mittlerweile mit relativ hoher Weiße zu produzieren. Eingesetzt für Werbung und Umschlagkartons für Recyclingpapier-Broschüren. In geleimter Version weiß und farbig als Kartei- und Bürokarton.


Recycling-Papier

Papiere, die aus bedruckten Altpapieren und/oder unbedruckten Papierresten hergestellt werden. Diese Wiederaufbereitung ist ca. 5 mal möglich. Um sie als Druckpapiere nutzen zu können, wird mit Hilfe von Laugen und Druckluft (Floatation) die Druckfarbe des Altpapiers entfernt (De-Inking). Wichtigster ökologischer Aspekt des Recycling ist, Papier im Kreislauf zu halten und damit ein Anwachsen der Altpapiermengen auf Mülldeponien zu verhindern. Recycling-Papiere sind weicher, dunkler und weniger alterungsbeständig. Ihre Dimensionsstabilität für Mehrfarbendruck, Falzeigenschaften und Reißfestigkeit wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Sie werden auch als Kopierpapier eingesetzt. Beim Druck und der Verarbeitung von Recycling-Papieren können Anpassungen an die Produktionseigenschaften notwendig sein.


Refiner

Kegelförmige Mahlmaschine, in der die Rohstofffasern mit hoher Geschwindigkeit "aufgeschlagen" (gequetscht, fibrilliert) werden. Dies geschieht durch Reiben der Fasern untereinander und durch Einwirken von Zentrifugalkräften zwischen freistehenden Messern/Scheiben und einem konischen Metallgehäuse.


Registerkartei-Karten

Anderer Name für Karteikarten.


Registrier-Papiere

Technische Spezialpapiere, z.B. mit Gitterlinien bedruckt, thermo- oder elektrosensitiv beschichtet. Zum Registrieren von physikalischen Vorgängen/Messwerten (z.B. Barometerwerte oder EKG).


Reissfestigkeit

Qualitätskriterium für Papier. Man unterscheidet zwischen Einreiß- und Weiterreißfestigkeit in Längs- und Querrichtung sowie Berstwiderstand (Berstdruck).


Reisslänge

Je größer diese in Messgeräten prüfbare Reißlänge ist, desto größer ist die Papierfestigkeit. Die theoretische Länge eines gleichbleibend breiten Papierstreifens, der durch sein Eigengewicht am Aufhänge-Endpunkt reißen würde. Z.B. ein 5 cm breiter Streifen mit 2,25 kg Gewicht reißt bei 4.500 m Länge.


Relative-Feuchte

Die Verhältniszahl (in %) zwischen der Wasserdampfmenge, die momentan in der Luft vorhanden ist, und der Wasserdampfmenge, die bei der momentanen Temperatur von der Luft maximal (Sättigung) aufgenommen werden kann (z.B. 45% rel. Feuchte).


Remaliner-Lochung

Randlochung an Endlosformularen. Sie garantiert die exakte Führung der Papierbahn durch den Drucker.


Reproduktions-Papier

Einseitig matt gestrichenes Papier. Für die Druckvorlagenherstellung.


Ries

Aus dem arabischen Wort "rizma" abgeleitete Mengeneinheit für Formatpapiere, die früher 20 x 24 = 480 Bogen betrug. Heute macht sie, je nach Papierstärke, 500 - 250 - 125 - 100 - 50 Bogen aus.


Rippung

Die einfachste Art von Wasserzeichen im Papier. sie entsteht durch Metalldrähte auf der Egoutteur-Walze.


Roh-Papier

Papier, das vom Papierhersteller weiterbehandelt/veredelt wird (z.B. durch Streichen oder Beschichten).


Rohformat

Die meisten handelsüblichen Papiere sind im erforderlichen Maße größer als das Nettoformat, damit sie auf das Endformat beschnitten werden können.


Rollendruck-Papier

Druckpapier in unterschiedlichen Rollenbreiten, zu den Druckmaschinen passend. Mit genormten Hülsendurchmessern.