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Faltschachtel-Karton

Meist einseitig weiß gedeckter, aus qualitativ unterschiedlichen Lagen gegautschter Karton (gautschen) (250 bis 600 g/qm), oft oberflächenveredelt. Mit guten Rill-, Ritz- und Nuteigenschaften (z.B. GD2 + GT + GC).


Falzwiderstand

Festigkeitsmerkmal von Papier und Karton, messbar in Falzapparaten (Doppelfalzung).


Farbbeständigkeit

Messbare, erwünschte Lichtbeständigkeit von farbigen Papieren.


Farbiges-Papier

Das an sich weiße Papier kann sowohl im "Stoff" (Bütte) farbig erzeugt, als auch durch Tauchen nachträglich eingefärbt werden. Für eine Reihe von amtlichen Vordrucken sind die Färbungen genormt.


Farbort

Eindruck eines Betrachters von der Papier- Weiße. Diese kann ins bläuliche, rötliche, grünliche oder gelbliche tendieren. Der Farbort ist eine messtechnische Größe. Trotzdem können Papiere aufgrund ihres Farbortes auf den Betrachter "subjektiv" unterschiedlich wirken, obwohl sie den gleichen messtechnischen Weiße-Grad haben.


Fax-Papier

Telefax-Papier.


Federleicht-Druck

Stark auftragendes Dickdruck-Papier, das bei begrenztem Gewicht eine höhere Buchstärke erreichen lässt.


Feinkarton

Gattungsbegriff für die holzfreien, edlen Kartonsorten wie Elfenbein, Opaline-, Aquarell- und Zeichenkartons.


Feinpapier

Im weitesten Sinne alle Papiere, die zur "Gedankenübermittlung" in Druck und Schrift eingesetzt werden. Im Gegensatz dazu Packpapier, Pappe, technische, hygienische Papiere. Im eigentlichen Sinn die Vielzahl der hochwertigen, holzfreien, gelegentlich noch hadernhaltigen Naturpapiere für anspruchsvolle Verwendungszwecke (z.B. Ausstattungs-, Hartpost-, Landkarten-, Zeichen-, Banknotenpapiere).


Feinschliff

Mit hoher Dichte hergestellter Holzschliff aus ausgesuchtem Holz. Er wird bei höherwertigen Papier- und Kartonsorten zur Verbesserung der Opazität beigemischt.


Fernschreiber-Papier

Genormtes Spezialpapier, ein- u. mehrlagig, auch selbstdurchschreibend.


Festigkeitsprüfung

Die Festigkeitswerte des Papieres hängen vom eingesetzten Rohstoff und dem Flächengewicht ab. Sie lassen sich z.B. hinsichtlich Zugfestigkeit (=Reißlänge) und Falzfestigkeit in entsprechenden Prüfgeräten messen. Dabei werden die Mittelwerte zwischen den unterschiedlichen Messzahlen in Längs- u. Querrichtung errechnet.


Fettdichtigkeit

Durch besonders schmierige Mahlung oder durch Tauchbäder in schwefliger Säure kann Papier widerstandsfähig gegen das Durchdringen von Fetten und Ölen gemacht werden.


Feuchtigkeitsgehalt

Die hygroskopische Papierlasur dehnt oder schrumpft stark bei Änderung des Raumklimas (Luftfeuchte + Temperatur). Die Erhaltung des natürlichen Feuchtigkeitsgehaltes (Gleichgewichtsfeuchte) von Papier ist daher bei Transport, Lagerung und Verarbeitung zu beachten (Idealverhältnisse für Formatpapiere 18°-20°C und 50-55% rel. Feuchte).


Filtrier-Papier

Aus sehr rösch gemahlenen Fasern hergestelltes Papier mit großer Saugfähigkeit. Für das Ausfiltern von Teilchen aus Flüssigkeiten und Gasen.


Filzseite

Die bei der Blattbildung oben liegende, hellere, geschlossenere "Schönseite" der Papiere (Gegensatz: Unterseite = Siebseite). Durch neue Technologien wurde die frühere "Zweiseitigkeit" der Papiere fast vollständig reduziert.


Fingernagelprobe

Laufrichtungstest Nagelprobe.


Flachdruck

Druckverfahren, bei dem der chemisch-physikalische Abstoß-Prozess von Fett und Wasser (Farbe und Wischwasser) genutzt wird. Die druckenden (fettigen) und nicht-druckenden (feuchten) Flächen liegen auf einer nahezu gleichen Druckebene (Steindruck, Offsetdruck).


Flachlage-(planlage)

Sehr erwünschte Eigenschaft von Papier, die allerdings durch Fehler bei der Produktion (ungleicher Zug, Wärmeschwankungen beim Trocknen) u. bei der Lagerung (Klimaschwankungen) beeinträchtigt sein kann.


Flammhemmendes-Papier

Durch chemische Antiflamm-Mittel imprägniertes Papier, das auch bei offener Flamme nicht weiterbrennt und extrem hohe Temperaturen aushält. Für Girlanden, Dekorkrepp, Emaille-Maskierstreifen u.ä.


Flaschenseiden

Holzhaltiges, einseitig glattes Packseidenpapier zum Umhüllen von Weinflaschen. Meist mit Dessindruck versehen.


Florpost

Dünnes (25 - 39 g/qm), scharf satiniertes Papier, das auch als Durchschlagpapier verwendet wird. In vielen Farben. Es hat seine Bedeutung aber etwas verloren.


Fluting

Nach dem englischen "flute" (=Welle) benanntes Rohpapier aus Halbzellstoff (Altpapier und Laubholz) zur Herstellung von Wellpappe.


Flächengewicht

Unterscheidungsmerkmal für viele lieferbare "Papier-Stärken". Es gilt das jeweilige Gewicht für jeweils 1 Quadratmeter (=g/qm).


Format

Begriff für die Größe eines Papierbogens, wobei sowohl Breite als auch Länge anzugeben sind, z.B. 61 x 86 cm. Die erste Zahl bezeichnet die Bahnbreite.


Format-Papier

Alle nichtgerollten, nichtgefalzten, für grafische Zwecke hergestellten Bogenpapiere. Gegensatz: Rollen-Papier.


Formatdifferenzen

In Papierstapeln können Längen- und Breiten-Schwankungen auftreten. Grund: nicht ganz exakter Schnitt. Entsprechend den Geschäftsbedingungen der Papierindustrie müssen diese Differenzen in klar definierten Grenzen toleriert werden.


Formular-Papier

Im weitesten Sinne alle Papiere, die zum Druck von Formularen (Vordrucken) geeignet sind. Besonders hervorzuheben sind Belegleser-, Endlos- und die wichtige Gruppe der selbstdurchschreibenden (SD) Papiere (z.B. Zanders autocopy).


Formular-Transparent

Transparentes Papier (40 - 80 g/qm) aus schmierig gemahlenem Rohstoff. Für Buchungsjournale und durchsichtige Zwischenblätter.


Foto-Papiere

Vielzahl von lichtempfindlichen, beschichteten Spezialpapieren, die an die Reinheit des Rohpapieres höchste Anforderungen stellen.


Fotokopier-Papier

Gattungsbegriff für alle Papiere, die in der modernen Bürokopiertechnik verwendet werden (z.B. Xerographie).


Funkenregister-Papier

Auf elektrische Energie hochempfindlich reagierendes Papier. Zur verzerrungsfreien Aufzeichnung von Messdaten (z.B. Echolot, Wetterkartenschreiber).


Futterseiden

Seidenpapier (meist farbig) zum Füttern wertvoller Briefhüllen. Dies verhindert das Durchscheinen der Schrift durch das Kuvert.


Füllstoffe

Bei der Papierherstellung werden zur Verbesserung bestimmter Papiereigenschaften (z.B. Glätte, Weiße, Opazität, Geschmeidigkeit u.a.) der Faserstoffmasse eine Reihe von organischen und anorganischen Mineralstoffen beigegeben, die sich zwischen den Fasern einfügen.