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Bagasse

Ausgelaugtes (entzuckertes) Zuckerrohr. Wird in Ländern der Dritten Welt als Faserrohstoff für die Zellstoffherstellung verwendet.


Bahnbreite

Papier wird (mit ganz geringer Ausnahme) in "endloser, maschinenbreiter" Bahn hergestellt. Aus diesen Rollen können Bogenformate "schmal" und "breit" geschnitten werden. Z.B. Format 61 x 86 cm: geschnitten aus 61 cm breiten Rollen = 61 x 86 cm Schmalbahn. Geschnitten aus 86 cm breiten Rollen = 86 x 61 cm Breitbahn (Laufrichtung).


Ballenmenge

Bezeichnung für eine inzwischen fast überholte Papiermenge von ca. 150 kg (die ein Mann "noch leicht" auf einem Sackkarren transportieren konnte). Heute wird Papier auf Paletten verpackt.


Banknoten-Papier

Nicht im freien Handel verfügbares, dauerhaftes Sicherheitspapier mit echtem Wasserzeichen und weiteren fälschungssicheren Einlagen. Zur Herstellung von Geldscheinen.


Bankpost-Papier

Hochwertiges Schreibmaschinenpapier (auch mit Wasserzeichen). Es zeichnet sich durch gute Beschreib- und Bedruckbarkeit aus.


Baryt-Papier

Hochweißes, matt-gestrichenes Spezialpapier (mit 30 - 60 g/qm Barytschicht) für hochwertige Reproduktionszwecke.


Bast-Papier

Meist einseitig glattes, ca. 80 g/qm schweres Zellstoffpapier (Name abgeleitet von früherem Rohstoff Flachs, Bast). Für Versandtaschen und Beutel.


Belegleser-Papier

Für die maschinelle Datenverarbeitung wird Papier unter hohen Qualitätsnormen hergestellt. Nach der Art des Lesesystems unterscheidet man Magnetschriftleser-, Klarschriftleser- (OCR-Papier), Markierungsleserpapiere.


Berstdruck

Qualitätsmerkmal bei Packpapieren. Er gibt an, welche Widerstandskraft ein Papier gegen Platzen (Bersten) hat. Gemessen in kp/qcm.


Beschichtetes-Papier

Je nach Verwendungszweck wird Papier z.B. mit Kunststoff, Paraffin, Metall oder Lack oberflächenbeschichtet (veredelt).


Bibeldruck-Papier

Nichtdurchscheinend (opak) gearbeitetes Dünndruckpapier, 25-50 g/qm. Zur Herstellung von Bibeln, Nachschlagewerken etc.


Bilderdruck-Papier

Beidseitig gestrichene Papiere in vielen Qualitätsstufen, glänzend oder matt, (60-350 g/qm). Zur Herstellung bebilderter Drucksachen.


Bildpostkarten-Karton

Meist einseitig gestrichener Karton (180 - 240 g/qm), matt oder glänzend. Zur Herstellung von Bildpostkarten.


Blatt

Papier oder Karton im Format kleiner als DIN A3, also kleiner als 29,7 x 42 cm. Größer Bogen.


Bleichverfahren

Um weißes Papier herstellen zu können, werden Faserstoffe in verschiedenen Verfahren gebleicht. Bleichverfahren mit Chlorgas/Elementarchlor führen zu hohen Abwasserbelastungen mit organischen Chlorverbindungen (Chlor). Bleichverfahren mit dem wesentlich teureren Chlordioxid zeichnen sich bereits durch eine stark reduzierte Abwasserbelastung aus. Bleichverfahren mit sauerstoffhaltigen Bleichmitteln (z.B. Sauerstoff, Wasserstoffperoxid) führen zu keinerlei Belastungen mit organischen Chlorverbindungen (Sauerstoffbleiche)..


Bogen

Papier und Karton im Format mindestens DIN A3, also 29,7 x 42 cm. Kleiner: Blatt.


Bogengewicht

Das Gewicht eines Bogens wird durch seine Größe (Länge x Breite) und sein Flächengewicht (g/qm) bestimmt.


Bond-Papier

Aus dem englischen (bond-paper) stammender Oberbegriff für Bankpost- und Hartpostpapiere.


Braunschliff

Das mechanische Herauslösen der Fasern aus dem Holzstamm mit Hilfe von rotierenden Schleifsteinen kann durch vorheriges Kochen des Holzes begünstigt werden. Dadurch entsteht allerdings eine bräunliche Färbung des Holzschliffes.


Breitbahn

Der Begriff "Breitbahn" sagt, dass ein Formatpapier "breitseitig" quer zur Laufrichtung aus der Rolle geschnitten wurde. Z.B. Format (86 x 61 cm aus 86 cm breiten Rollen (Bahnbreite und Laufrichtung).


Brennprobe

Um festzustellen, ob ein Karton aus mehreren geklebten Lagen besteht, kann das Testblatt an einer Ecke angezündet werden. Die Zahl der sich spaltenden Aschenlagen gibt die Zahl der Papierlagen an.


Briefumschlag-Papier

Meist einseitig glattes, gut falzfähiges und nicht durchscheinendes Papier in vielen Ausführungen. Zur Herstellung von Briefhüllen. Zu diesem Thema erhalten Sie von Ihrem Igepa-Partner ein spezielles Lexikon über Briefumschläge und Versandtaschen.


Bristol-Karton

Aus dem englischen (carton Bristol) stammender Name für einen 3- und mehrlagigen Karton. Die Ober- und Unterdecke ist holzfrei und die Einlage meist holzhaltig (246 - 924 g/qm). Für Preisschilder, Postkarten u.ä.


Buchungs-Papier

Holzfreies, zähes, lichtechtes, mattes, geglättetes Papier in vielen Farben (90 und 130 g/qm). Zur Herstellung von Buchungskarten.


Buntpapier

Buntpapier ist ein Sammelbegriff für Papiere, die nachträglich mit unterschiedlichen Techniken von Hand oder durch Maschinen veredelt werden. Man setzt sie vornehmlich für das Umhüllen, Kaschieren und Auskleiden von Gegenständen und Verpackungen ein und gelten als klassischer Künstlerbedarf.


Bücherschreib

Hochwertiges, satiniertes, vollgeleimtes, radierfestes Schreibpapier. Zur Herstellung von Geschäftsbüchern.


Büro-Kopierpapier

Je nach Kopiersystem sehr unterschiedliche Papiere und Qualitäten, die teilweise auf einzelne Kopiergeräte-Typen abgestimmt sind. Im wesentlichen unterscheidet man Naturpapier mit matter und satinierter Oberfläche und Spezialpapier (mit Beschichtung, z.B. Zinkoxyd).


Bütten-Papier

Früher Bezeichnung nur für das original handgeschöpfte Papier ("aus der Bütte"). Heute auch stofflich hochwertiges Papier in vielen Versionen, mit absichtlich ungleichmäßigem Rand, vielfach mit Rippen und Wasserzeichen. Für Urkunden und individuellen Einsatz.