Schema F oder anspruchsvolles Design:
Bei der Gestaltung von Formularen gibt es jede Menge Nachholbedarf
Überfliegen, halbherzig ausfüllen und weg damit. So oder so ähnlich gehen die meisten von uns mit – in der Regel lästigen – Formularen um. Kaum jemand käme auf die Idee, den Vordruck für die Einkommenssteuer zum sexy Designobjekt umzumodeln. Auch wenn sich gerade hier der wahre Könner zeigen würde.
Was viel zu wenig beachtet wird: Ein Formular bietet nicht nur Raum für Mitteilungen, es repräsentiert ein Unternehmen auch nach außen. So kann der stumme Fragesteller zum Dialog anspornen oder abtörnen, Klarheit schaffen oder verwirren, ästhetisch oder trist sein. Und damit wird auch der Überweisungsträger zum Fall für das Corporate Design. Kreative machen allerdings gern einen Bogen um die Formulargestaltung, was in krassem Widerspruch zur Häufigkeit der Vordrucke im Alltag steht. Immerhin: Der vom Bundesverband Druck und Medien (bvdm) ausgelobte „MfG Award“ für den Bereich Kommunikationsdesign, Druck und Formularwesen spornt die Designer Jahr für Jahr an, dem Sorgenkind etwas mehr Glanz zu verleihen.
Die Ergebnisse zeigen, wo der Weg – theoretisch – hinführen kann: Es wird deutlich mehr Wert auf hochwertige Papiere gelegt und die Haptik avanciert zu einem wichtigen Bestandteil des Corporate Designs. Auch Druckveredelungen kommen immer häufiger zum Einsatz: Stanzungen, Prägungen und Lackierungen können neben ihrer ästhetischen Wirkung z. B. Ebenen gliedern und das Formular damit noch anwenderfreundlicher machen. Und nicht zuletzt mit typographischer Raffinesse lässt sich so mancher rein funktionale Text zumindest optisch aufpeppen.
In der grauen Praxis bremsen jedoch oft die technischen und finanziellen Vorgaben den kreativen Höhenflug: Das Drucken hoher Auflagen im Offset-, Laser- oder Inkjetdruckverfahren sowie das automatische Falzen und Einkuvertieren erfolgen in großer Geschwindigkeit – und im Laserdruck zudem unter großer Hitzeeinwirkung. Um Form und Inhalt auch mit Druck, Weiterverarbeitung und Kostendruck in Einklang zu bringen, gilt es also, aus dem umfangreichen Igepa-Sortiment für jeden Bedarf das optimale Papier zu finden – die Igepa-Fachberatung hilft hier sachkundig weiter. Das schwer erreichbare Ziel ist jedenfalls leicht umschrieben: ein Formular, das so gut durchdacht ist, dass es schnell auf den Punkt kommt, nicht belästigt, sondern Zeit spart. Und so attraktiv ist, dass das Ausfüllen sogar Spaß macht. Schließlich profitieren gleich mehrere Seiten davon.
Tipp:
Literatur:
Borries Schwesinger: Formulare gestalten.
ISBN: 978-3-87439-708-7.
Rayan Abdullah, Karsten Henze: Formulare.
Von der Wiege bis zur Bahre ... (2007).
ISBN: 978-3-8307-1339-5.
Informationen:
www.bvdm-online.de
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